Mit 125 Teilnehmern kam knapp die Hälfte aller eingeladenen Jubilare, die heuer einen runden Geburtstag feiern, zum Jahrgangstreffen 2010 nach Offingen. Am Sonntag fand die offizielle Feier statt, am Vorabend bereits trafen sich die einzelnen Jahrgänge im Rahmen eines Klassentreffens und tauschten Erinnerungen über die gemeinsam verbrachten Schul- und Jugendjahre aus. Das Gasthaus Krone bot hierfür die geeignete Plattform; der Saal war Sonntag mittags bis auf den letzten Platz gefüllt.
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Einzige Besucherin aus den Reihen des ältesten Jahrgangs von 1920 war Philomena Kasubek, während die 80-ger (Jg. 1930) doch bereits am Samstag Sitzfleisch bewiesen und sich freilich zusammen mit ihrem Klassenkameraden Max Wagner, der extra aus Kanada angereist war, viel zu erzählen hatten. Vor allem auch über die gemeinsamen Erlebnisse der jugendlichen Fußballjahre, die unteilbar mit dem Aufwachsen in der Nachkriegszeit verbunden waren. Den sichtlich größten Teilnehmerkreis, mit 31 Jubilaren beim Fototermin am Sonntag vormittag, bildeten die 70-ger. Und profitierten dabei, wie übrigens auch die nachfolgenden Jahrgänge, von einem deutlichen Frauenüberschuss. Eine weibliche Teilnehmerin war es auch, die vom Jahrgang 50 eigens aus der Bundeshauptstadt kam und ein Altersgenosse scheute sich nicht, die rund 130 km nach Offingen von seinem jetzigen Wohnort Weilheim aus gar mit dem Fahrrad zurückzulegen. Die höchsten Reisekosten aber dürfte wohl eine der jüngsten vom Jahrgang 1960 in Kauf genommen haben, als sie Shanghai – Offingen buchte; Gaby Thye (geb. Eberle) vom früheren „Sterawirt“ in Offingen. Unterhaltsame Stimmung verbreitete unter allen Besuchern vor allem der „Spaziergang durch Alt-Offingen“, der freilich nur in visueller Form stattfand und von Robert Hieber trefflich präsentiert und kommentiert wurde. Zuvor bereits fanden Bürgermeister Thomas Wörz und Pfarrer Bernd Reithemann in ihren Ansprachen die passenden Begrüßungsworte bei dieser Traditionsveranstaltung, die einmal jährlich stattfindet und hierbei jeweils ab dem 50. Lebensjahr die runden Jahrgänge in Offingen zusammen führt. Dass der Begriff „Heimat“ für alle von uns von Bedeutung ist, unterstrich Monika Bender in ihrer Festrede und erinnerte auch daran, wie sich Offingen im Verlaufe der letzten Jahrzehnte doch vom landwirtschaftlich geprägten Dorf zu einer modernen Marktgemeinde mit über 4000 Einwohnern entwickelt hat. Fazit: Ein buntgemischter, quer durch die Altersgenerationen der 50- bis 90-Jährigen bestehender Personenkreis erlebte am letzten Wochenende zwei fröhliche und unterhaltsame Tage in Offingen.
