Unser Markt Offingen - weltoffen und tolerant!

Presse


Ich freue mich, dass ich als erster Bürgermeister des Marktes Offingen die Eröffnungsfeier des Glaubens- und Meditationszentrum begleiten durfte. Es ist schön, dass unser Ort durch das Dasein der Mönche an Vielfalt gewinnt und wir Offinger die Gelegenheit haben, die Mönche, die tailändische Kultur und ihren Glauben näher kennen zu lernen.
Ich danke dem Glaubens- und Meditationszentrum e.V. ganz herzlich für diese Initiative. Sie schlägt Brücken zwischen Menschen verschiedener Religionen und Kulturen, sie stärkt den Kontakt und die Akzeptanz zwischen den verschiedenen Menschen welche in unserem Markt Offingen zusammenleben.

Die Welt in Offingen ist seit Sonntag ein kleines Stückchen bunter: Der Markt ist mit seinem Tempel Wat Santiwararam, dem internationalen Meditationszentrum und drei buddhistischen Mönchen vom Muttertempel in Chiang Mai, ein wichtiges Zentrum für thailändische Buddhisten. Wie viele von ihnen in Süddeutschland leben, die bisher auf einen sakralen Ort verzichten mussten, konnten die Besucher der Einweihungsfeier am Sonntag erleben. Hunderte tummelten sich auf dem Gelände am Dr. Zeiler-Platz und feierten Einweihungsfest.

Der Verein „Buddhistische Glaubens- und Meditationszentrum“ war im März dieses Jahres gegründet worden mit dem Ziel, ein Glaubenszentrum zu schaffen und überdies das Gedankengut und die Lehren des Buddhismus auch interessierten Deutschen bekannt zu machen. Zwei Mönche aus einem nun geschlossenen Zentrum bei Koblenz leben jetzt in Offingen, ein deutschstämmiger dritter Mönch wurde vom Mutterkloster direkt aus Chiang Mai in Thailand entsandt.

Die 80 Mitglieder, unter ihnen sehr viele in Deutschland verheiratete Frauen, fanden in Rainer Groß, dem Kämmerer des Marktes Offingen, einen aktiven Helfer, der als Vereinsvorsitzender die Pläne vorantrieb. Das markteigene, leer stehende Anwesen, für das bisher noch kein Nutzungskonzept erstellt ist, kann nun bis auf Weiteres von den Buddhisten genutzt werden. Beim Tempel befindet sich auch eine Wohnung für die drei Mönche.

Bürgermeister Thomas Wörz freute sich, mit dem Tempel einerseits andersgläubigen Mitgliedern der Gesellschaft einen Glaubensraum in Offingen anbieten zu können, und andererseits über die Tatsache, dass Offingen mit dem Buddhistischen Tempel seine Weltoffenheit unter Beweis stellen könne. Er hoffe, so Wörz in seiner Festrede, dass möglichst viele Offinger mit dem Vereinsmitgliedern und den Mönchen ins Gespräch kommen werden. Denn das Wissen um die Überzeugung und den Glauben anderer beuge Missverständnissen und Vorurteilen vor.

Über Faux Pas hinweggesehen

Schon bei der offiziellen Einweihungszeremonie des Tempelraumes waren alle Gäste zur Teilnahme eingeladen. Neu und ungewohnt für Europäer präsentierte sich die buddhistische Gemeinschaft zur Tempeleinweihung fröhlich, teils ausgelassen. Sie zeigte beste Gastfreundschaft. So gehört auch das rituelle Essen zum Festakt. Dabei ist darauf zu achten, dass die Mönche nicht mit den anderen Menschen zusammen essen. In Unkenntnis dieser Regeln stürzten sich die Gäste auf die asiatischen Köstlichkeiten, die thailändische Frauen aus ganz Süddeutschland zum Fest mit nach Offingen gebracht hatten.

Zur Feier gehören natürlich auch Tänze. Doch wer glaubt, die Thai-Buddhisten, die ihre eigene Religionsausübung praktizieren, würden sich auf formelle Tempeltänze beschränken, der irrt. Die gab es zwar auch im Essenszelt, aber richtig hoch her ging es dazwischen mit neonfarbenen Perücken und rockiger Musik.

Ernst und feierlich endete die Zeremonie im Tempelraum mit Gesang der Gläubigen und einer eindringlichen Predigt des Tempelleiters und Lehrers Phra Atjan Santi. Abschließend übergaben die Gläubigen ihre Spenden an die Mönche: Geldbäume, Mönchskleidung und körbeweise Sachspenden für das Alltagsleben.

 
 

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