Bei den Planungen für die Ortsumgehung von Offingen gibt es Fortschritte. Das teilen der CSU-Landtagsabgeodete Alfred Sauter und der Offinger Bürgermeister Thomas Wörz (SPD) mit. Bei einem von Sauter vermittelten Gespräch mit Innenminister Joachim Herrmann sei eine einvernehmliche Lösung zur Realisierung der seit Langem angestrebten Ortsumfahrung von Offingen gefunden worden.
Presse
Die Ortsumgehung Offingen im Zuge der Staatsstraße 2028 ist im derzeit aktuellen Ausbauplan für Staatsstraßen mit Kosten von 5,6 Millionen Euro in der ersten Dringlichkeit enthalten. Der haushaltsrechtliche Vorentwurf mit einer Unterführung der Straße unter der Bahnlinie Augsburg-Ulm wies jedoch Gesamtkosten von annähernd 14 Millionen Euro auf.
Durch diese Kostensteigerung stand das Projekt auf der Kippe. „Unter Berücksichtigung des Haushaltsgrundsatzes der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit musste zur Kenntnis genommen werden, dass der zur Genehmigung vorgelegte Vorentwurf mit einer Straßenunterführung und Gesamtkosten von rund 14 Millionen Euro nicht genehmigungsfähig war“, so Sauter.
Geringere Kosten
Mit Gesamtkosten von rund neun Millionen Euro erweise sich eine Bahnquerung als Straßenüberführung als die wesentlich wirtschaftlichere Variante. Bürgermeister Wörz: „Dabei werden ebenfalls alle gesetzlich maßgeblichen Grenzwerte im Bereich des Lärmschutzes eingehalten. Es ist daher vertretbar, den weiteren Planungen die Varian-te mit einer Straßenüberführung zugrunde zu legen. Durch den Verzicht auf eine Unterführung der Straße unter der Bahnlinie Augsburg-Ulm können die Projektkosten um rund fünf Millionen Euro reduziert werden.“ Der Offinger Gemeinderat habe dafür seine Zustimmung signalisiert.
Bei dem Gespräch im Landtag sei mit der Aufteilung der Baulast zudem ein für alle Beteiligten tragbares Finanzierungskonzept vereinbart worden. Demnach wird der Freistaat den westlich der Staatstraße 2024 gelegenen Abschnitt der Ortsumfahrung - beginnend am Ziegelberg einschließlich des Kreisverkehrs Remsharter Straße - mit derzeit geschätzten Kosten von 2,6 Millionen Euro realisieren.
Für den östlich der Staatsstraße gelegenen Bereich mit Mindelbrücke, Hochwasserdurchlässen, Anschluss Lüßhofstraße, Überführung über die Bahnlinie und Kreisverkehr Schnuttenbach mit veranschlagten Kosten von 6,5 Millionen Euro wird die Gemeinde Offingen die Sonderbaulast übernehmen.
Vom Innenministerium wurde in Aussicht gestellt, dass Offingen für den Bau seines Abschnittes Zuwendungen in Höhe von 85 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten erhält, sofern das Programm zur Förderung von Staatsstraßenumfahrungen in gemeindlicher Sonderbaulast fortgeführt wird. Damit würde sich auf Grundlage des heutigen Preisniveaus der Eigenanteil Offingens in einer Größenordnung von etwa einer Million Euro bewegen.
Das Staatliche Bauamt Krumbach hat bereits mit der Aufstellung der Planfeststellungsunterlagen begonnen, um spätestens Anfang 2011 bei der Regierung von Schwaben die Einleitung der Planfeststellung beantragen zu können. Erfahrungsgemäß ist mit einer einjährigen Verfahrensdauer für das Planfeststellungsverfahren zu rechnen. Sofern es dagegen keine Klagen gibt, könnte Mitte 2012 Baurecht vorliegen. Sauter: „Um diesen ehrgeizigen Zeitplan einhalten zu können, ist neben bestandskräftigem Baurecht auch ein weitgehend abgeschlossener Grunderwerb sowie eine gesicherte Finanzierung erforderlich.“
Vom Innenministerium sei versichert worden, dass die Bayerische Straßenbauverwaltung alles daran setze, dass möglichst schon 2012 mit dem Bau begonnen werden kann.
„Die Realisierung der Entlastungsstraße ist aufgrund der starken Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt Offingen dringend erforderlich. Es ist erfreulich, dass wir nun wichtige Schritte vorangekommen sind“, so Bürgermeister Thomas Wörz.
„Wir werden uns weiter nachdrücklich bei allen beteiligten Stellen für eine schnellstmögliche Planfeststellung und Baurechtschaffung einsetzen“, erklärten Bürgermeister Thomas Wörz und MdL Alfred Sauter.
